/// Martin Spitzer: „Ab September starte ich wieder voll durch“

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02 Aug / 2013
Autor: leni Tags: Keine Tags vorhanden

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Am 8. Juni zerplatzten die WM-Träume von Martin Spitzer. Auf dem Weg zur „Ströck ATUS Graz Trophy“ in der Auster brach er sich bei einem Motorradunfall den linken Knöchel. Zwei Operationen, acht Schrauben und sieben Wochen Gips waren die Folge. Nun konnte derGrazer erstmals wieder ins Wasser springen, das Comeback des schnellsten heimischen Schwimmers hat längst begonnen. „Sieben Wochen nicht im Wasser zu sein und schwimmen zu können – das hat es seit meinem sechsten Lebensjahr nicht gegeben“, schmunzelt Spitzer. Dazu noch das heiße Wetter der letzten Wochen: „Wenn du es gewohnt bist, jeden Tag ins Wasser zu springen, tut das Zuschauen schon sehr weh. Vor allem aber habe ich in der Zeit gemerkt, wie hilflos man ist, wenn man nicht normal gehen kann und auf Krücken angewiesen ist. Da werden einfache Dinge im Alltag plötzlich zur Herausforderung. Etwa, wenn man sich ein Glas Wasser holen will und man nicht weiß, wie man es in der Hand halten soll …“ Bevor es am vergangenen Donnerstag soweit war und er endlich ins kühle Nass springen konnte, war er aber doch auch ein wenig angespannt: „Ich habe keine Ahnung, wie der Fuß reagiert und ob ich Schmerzen haben werde. Nach dieser langen Pause kann ich aber eines sagen: Es war sicherlich die schwerste Verletzung, die ich bislang hatte.“ Zum Glück verlief der Heilungsprozess aber wie erwartet, die ersten Schrauben wurden vor einer Woche entfernt und das jetzt noch ziemlich unbewegliche Sprunggelenk sollte in einem Monat wieder voll belastbar sein. „Die Krücken will ich auch bald los sein. Mitte August beginne ich eine dreiwöchige Therapie in Althofen. Ich bin optimistisch, dass ich ab Mitte September, wenn für alle anderen Schwimmer die Saison wieder beginnt, voll durchstarten kann. Im Oktober will ich die ersten Wettkämpfe bestreiten.“ Auf jeden Fall fühlten sich die ersten Meter im Wasser „anstrengend, aber richtig gut an“. Den Trainingsplan für den Oberkörper, den er von Coach Dirk Lange bekommen hatte, hat er fleißig durchgezogen, ab sofort geht es auch darum, so schnell als möglich wieder Ausdauer zu trainieren und die Muskulatur in den Beinen ordentlich aufzubauen. „Mein linkes Bein hat ja deutlich an Muskulatur abgenommen. Zurzeit bräuchte ich eine Hose, die links zwei Nummern kleiner ist“, hat der 28-Jährige auch in dieser schweren Zeit den Humor nicht verloren. Zumal ihm die Aussagen der beiden südafrikanischen Lange-Schützlinge Cameron van der Burgh und Giulio Zorzi (Gold und Bronze bei der WM in Barcelona über 50 Meter Brust) noch in den Ohren liegen: „Sie haben mir beide erzählt, dass sie die komplett gleiche Verletzung hatten. Und beide kamen danach stärker zurück. Das will ich in den nächsten Monaten auch von mir behaupten können!“




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